Eisenbahn-Bundesamt erstellt Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken

Lärmsituation an der Bahnstrecke zwischen Eilenburg und Doberschütz kann bewertet werden

Die Europäische Union verfolgt mit der Umgebungslärmrichtlinie das Ziel, "schädliche Auswirkungen, einschließlich Belästigung, durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern." Da jedoch der Lärm unterschiedliche Ursachen und Quellen aufweist, wurden die Zuständigkeiten für die Lärmaktionsplanung in Deutschland auf verschiedene Stellen verteilt.

Das Eisenbahn-Bundesamt ist deshalb seit dem 01.01.2015 dafür zuständig, einen bundesweiten Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes bis Mitte des Jahres 2018 zu erstellen. Der Plan wird alle fünf Jahre aktualisiert bzw. weitergeführt. Ein wesentlicher Teil davon ist die Bewertung der Lärmsituation auf Grundlage der Lärmkartierung und der Beteiligung der Öffentlichkeit.

Seit Juni 2017 kann auch die Lärmsituation an der Bahnstrecke zwischen dem Stadtteil Eilenburg Berg und Doberschütz bewertet werden. Dies können Bürgerinnen und Bürger, Lärmschutzvereinigungen, Kommunen sowie weiteren Einrichtungen, die von Schienenlärm betroffen sind, tun. Dazu muss online ein dazugehöriger Fragebogen ausgefüllt werden, welcher unter www.laermaktionsplanung-schiene.de eingestellt ist. Alternativ kann man den Fragebogen auch ausdrucken und sich schriftlich per Post, Fax oder E-Mail beteiligen.

Eine Beteiligung am Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken ist bis zum 25. August 2017 möglich.