Überprüfung der Standsicherheit von Grabsteinen und Grabmalen

Überprüfung der Standsicherheit von Grabsteinen und Grabmalen auf den kommunalen Friedhöfen der Stadt Eilenburg im Juni 2017

Zur Gewährleistung der Verkehrssicherungspflicht gemäß der Unfallverhütungsvorschrift VSG 4.7 § 9 der Gartenbau- Berufsgenossenschaft auf den kommunalen Friedhöfen, muss die Stadtverwaltung Eilenburg als Friedhofsträger einmal im Jahr nach Ende der Frostperiode Grabmale und Grabsteine auf Standsicherheit überprüfen.
Die erforderliche Standfestigkeit ist gegeben, wenn das Grabmal unter Beachtung der gegebenen Vorsicht am oberen Ende der Breitseite mit einer angemessenen Kraft belastet werden kann, ohne Schwankungen aufzuweisen. Die Prüfung erfolgt durch Druck mit der Hand. Für den Fall, dass das Grabmal nachgibt, wird das Prüfgerät eingesetzt, um nachzuweisen bei welchem tatsächlichen Kraftaufwand das Grabmal zu kippen beginnt.
Den Grabnutzungsberechtigten wird somit die Möglichkeit gegeben, ihre Grabsteine selbst einer Kontrolle zu unterziehen und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen zu treffen.
Wir weisen darauf hin, dass der Grabsteininhaber für die Erhaltung der Standsicherheit dieser baulichen Anlage selbst verantwortlich ist.
Im Interesse der Erhaltung der Sicherheit liegt es im pflichtgemäßen Ermessen der Stadtverwaltung Eilenburg, bei Gefahr im Verzug, auf Kosten des Verantwortlichen, die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen sofort vorzunehmen.

1. Grabsteinprüfung mit der Hand
So wie im Bild dargestellt erfolgt zunächst an allen Grabmalen die Prüfung mit der Hand. Sollte sich dabei herausstellen, dass sich das Grabmal bewegt erfolgt eine Nachprüfung wie unter 2. beschrieben.

2. Grabsteinprüfung mit Prüfgerät
Bei dieser Prüfung wird ein geeichtes Messgerät eingesetzt, mit dem man speziell diese Prüfung durchführen kann. Dabei wird in dafür vorgeschriebener Weise Querkraft auf das Grabmal ausgeübt und abgelesen. Die Kraft, die das Grabmal aushalten muss, wird dabei langsam zu erreichen versucht. Bewegt sich das Grabmal vor Erreichen dieses Wertes, wird die gemessene Kraft notiert und später in die Anordnung zur Befestigung aufgenommen, um den Mangel gegenüber dem Nutzungspflichtigen beweisen zu können. Die Prüfung erfolgt grundsätzlich zu zweit, um den Stein gegebenenfalls festhalten zu können. Nur so sind weitere Beschädigungen am Stein zu vermeiden. Zusätzlich gilt die zweite Person als Zeuge der ermittelten Werte. Sollte sich herausstellen, dass Gefahr im Verzug besteht, wird der Stein vorsichtig auf seine Rückseite über die Grabfläche gelegt. Alle übrigen mangelhaften Grabmale werden mit deutlich sichtbaren Aufklebern versehen. Daran können Nutzungsberechtigte bereits unmittelbar nach der Prüfung sehen, ob ihr Grabmal standsicher ist. Primär sind die Aufkleber zur Warnung der Nutzer der Friedhöfe nötig, um sich nicht in Gefahr zu begeben. Im Anschluss erfolgt dann das Verfahren zur Wiederherstellung der nötigen Standsicherheit durch die Stadtverwaltung.