Bau des neuen Wasserwerkes in Wedelwitz

1. Spatenstich

Frau Seifert, die Geschäftsführerin des V-E-W Versorgungsverband Eilenburg - Wurzen, begrüßte ganz herzlich die Bürgermeister der 14 Verbandsmitglieder (von links: Herr Laqua - Gemeinde Bennewitz; Herr Scheler - Stadt Eilenburg; Herr Märtz - Gemeinde Doberschütz) und den ehemaligen OBM der Stadt Eilenburg, Herrn Wacker.

Außerdem waren die Vertreter der Planungsbüros vom Ingenieurbüro Wasser und Boden Possendorf GmbH, das Büro Giersdorff Architekten GbR, E & A Elektrotechnik, die Automatisierung GmbH sowie das Ingenieurbüro Röder (Bild rechts), welches die Oberbauleitung übernimmt, zugegen.

Vertreter des Landratsamtes der unteren Wasserbehörde und des Naturschutzes sowie die Geschäftsführer, Partner und Vertreter des Stadt Eilenburg waren geladen. Für das leibliche Wohl sorgte Herr Süptitz (der Nachbar) und natürlich war die Belegschaft anwesend. Auch ein ehemaliger Mitarbeiter, welcher sein halbes Leben auf dem Grundstück verbrachte, war eingeladen.

Der 3. Juli ist für Frau Seifert nicht erst 2019 ein ganz besonderer Tag, sondern schon seit 36 Jahren, seit der Geburt ihrer Tochter. Damals war die "noch-Studentin" an der TU/Dresden für das Fach Wasserwirtschaft eingeschrieben. Nun - nach zwischenzeitlich 35 Jahren Arbeit - ist mit dem 1. Spatenstich für den Bau eines neuen Wasserwerkes der Höhepunkt der eines jeden Wasserwirtschaftlers erreicht.

So ein Wasserwerk zu bauen ist nichts Alltägliches oder Selbstverständliches, deshalb ist es für die Mitarbeiter des V-E-Ws etwas ganz Besonderes. Seit 1896 gab es mit der Errichtung des heute noch bestehenden Backsteingebäudes die erste Trinkwasserversorgung für die Eilenburger Bürger. Dieses Werk erledigte fast 90 Jahre seine Aufgabe und wurde 1984 vom aktuellen Wasserwerk abgelöst. Momentan werden die Stadt Eilenburg und ihre Ortsteile über den Bereich Eilenburg - Ost und dem Fernwasser, die Bereiche Eilenburg - Stadt und Eilenburg - Berg werden aus dem Wasserwerk Wedelwitz versorgt.

Seit 2010 fielen im jetzigen Wasserwerk hohe Reparaturkosten an, die nach einem Gutachten bestätigten, dass ein Neubau kostengünstiger werden würde als die vollständige Sanierung. Im Dezember 2012 fassten dann die Verbandsmitglieder den Beschluss zum Neubau. Nach der Erstellung des hydrogeologischen Gutachtens konnte mit der Planung begonnen werden. Nach Absprachen mit den einzelnen Behörden und diversen Planungsänderungen, lag nach 6 Jahren - am 28.01.2019 - endlich die wasserrechtliche Genehmigung vor.

Das neue Wasserwerk wird eine durchschnittliche Tageskapazität von 2.000m³ haben. Das Gebäude wird 1 m über der Hochwasserlinie von 2002 errichtet. Das alte denkmalgeschützte Gebäude wird voll integriert. Der Tagesbedarf von Eilenburg mit ca. 2.000m³ wird damit gedeckt. Es ist eine Investitionssumme von 8,8 Mio. € geplant, welche per Kredit finanziert werden. Die Baugenehmigung erlaubt nur ein begrenztes Baufenster vom 01.08. - 28.02. eines jeden Jahres, weshalb derzeit von einer Bauzeit von 4 Jahren ausgegangen wird. In der Umgebung liegenden Wasserwerke in Bad Düben, Wurzen und Beucha sind bereits saniert worden. Anknüpfend an die Bauerfolge des Verwaltungsgebäudes im ECW Gewerbegebiet, welches innerhalb eines 1 ¼ Jahres fertiggestellt wurde, wird nun gespannt auf die Bauphase geblickt.