(1863 - 1923)

Der gebürtige Eilenburger Dr. Hermann Hartmann begründete am 13. September 1900 einen Verband, der sich erstmals für die wirtschaftlichen Interessen des zum damaligen Zeitpunktes sehr schlecht gestellten Ärztestandes stark machte. Aus ihm ging der heute weit über Deutschland bekannte Hartmannbund der Ärzte hervor. In Anerkennung seiner Leistungen und seines Engagements nahm der Verband 1924 den Namen Hartmann an. Der Hartmannbund der Ärzte feierte am 13. September 2000 sein 100-jähriges Bestehen.

Zum Leben von Dr. Hartmann

Dr. Hermann Hartmann erblickte am 17. April 1863 in Eilenburg das Licht der Welt. Er wurde hier als 5. von insgesamt neun Kindern des Kaufmannes Friedrich Hermann Hartmann und Agnes Alwine in der Leipziger Straße 62 geboren und wenig später in der Nikolaikirche auf den Vornamen Carl Eduard Hermann getauft. Er besuchte in seiner Heimatstadt die Bürgerschule und Progymnasium bevor er 1882 in den berühmten Frankeschen Stiftungen in Halle sein Abitur ablegte.
Von 1882 bis 1885 studierte er in Halle, Berlin und Würzburg Medizin. Es folgte die einjährige Militärdienstpflicht und seine Arbeit als Assistenzarzt bei mehreren praktischen Ärzten.
1890 ließ er sich als "Praktischer Arzt und Geburtshelfer" in Leipzig nieder. Hier musste er am eigenen Leib spüren, dass die Arbeit eines Arztes eine Entlohnung erfuhr, die das Wort Honorar nicht verdiente. Am 25. Juli 1900 veröffentlichte er einen "Offenen Brief" an den gesamten Ärztestand. Um die Hauptforderung nach einer angemessenen Bezahlung durchsetzen zu können, fordert er die Ärzte ganz Deutschlands auf, sich zu organisieren. Am 13. September 1900 gründete er mit 20 anderen Ärzten den Leipziger Verband, den Vorläufer des heutigen Hartmannbundes. In Anerkennung seiner Verdienste und in Würdigung seiner Person nannte sich der Verband 1924 in Hartmannbund um. Kurz zuvor, am 23. Januar 1923, war Hartmann nach einigen Schlaganfällen verstorben.