Der Stadtrat beschloss auf einer Sondersitzung am 24. Juni 2002 die Sanierung des südlichen, kleinen Bergfriedes für rund 650 000 Euro. Diese Gelder werden neben einem geringen Eigenanteil der Stadt über Fördermittel des Denkmalschutzes und des Arbeitsamtes (Vergabe-ABM) sowie durch eine zweckgebundene Spende des Burgvereins aufgebracht. Im Dezember 2002 begann die Sanierung.

Die Geschichte des kleinen Bergfriedes

Sie ist im engen Zusammenhang mit der gesamten Burganlage zu sehen. Vermutlich Anfang des 13. Jahrhundert wurde der kleine Bergfried im Süden des Plateaus aus militärischen Erwägungen heraus errichtet. Er war damals etwa 18 Meter hoch und wurde durch eine obere Plattform mit Zinnen abgeschlossen. Diese sind noch heute im Mauerwerk zu erkennen. Der Bergfried war über einen Eingang zwischen dem 1. und 2. Obergeschoss auf der Nordseite zugänglich.
Im 16. Jahrhundert wurden im Erd- und Obergeschoss nicht nur Gewölbe eingebaut, der Bergfried erhielt auch seinen achteckigen Turmaufsatz. Damit erreichte er seine heutige Höhe von etwa 30 Metern.
An der Westseite schließt sich das barocke Amtshaus an, das wohl aus dem Trümmern des Schlosses nach 1700 errichtet wurde. Vom Amtshaus bestehen derzeit im Erdgeschoss, sowie im 1. und 2. Obergeschoss die einzigen Zugänge zum Bergfried. Da dieses in absehbarer Zeit nicht zu sanieren sein wird, erhielt der Bergfried wieder einen eigenen Zugang. Dazu wurde der aus der ersten Bauphase stammende Eingang zwischen dem ersten und zweiten Obergeschoss wieder geöffnet. Neben den umfangreichen Arbeiten am Mauerwerk und Dach erhielt der Turm bei der 2003 erfolgten Sanierung auch seine aus Sicherheitsgründen abmontierte Turmspitze (Kugel) in nachgebauter Form zurück.

Mauerturm
Blick zu Mauerturm und Heinzelberge