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Denkmal Ferdinand Mitscherlich
Dieses Denkmal ist dem Begründer des Stadtparks, Ferdinand Mitscherlich (1826 bis 1895) gewidmet. Es wurde spendenfinanziert im Herbst 2004 saniert.
Plan des Landschaftspflegeverbandes
Plan des Landschaftspflege- verbandes Nordwestsachsen

Der Stadtpark

Wilhelm Ferdinand Mitscherlich (1826 - 1895), gründete etwa 1870 den Eilenburger Stadtpark, der noch heute auf insgesamt etwa zwölf Hektar in Zentrumslage Platz für Ruhe und Entspannung bietet. In ihm befinden sich auch der Tierpark, ein Spielplatz und der Schwanenteich. Ab Dezember 1999 zierte den Teich ein schmuckes Schwanenhäuschen, das allerdings vom Hochwasser 2002 weggespült wurde. Unmittelbar am Bahnhof befindet sich das Rosarium. Dieses wahre Prachtstück des Garten- und Landschaftsbaus entstand 1932/1933 während der Weltwirtschaftskrise im Rahmen einer ABM (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme). Die Gestaltungsidee für diesen Rosengarten soll vom späteren langjährigen Stadtgärtner Edwin Köhler gekommen sein.
Im Jahre 2004 wurden, bedingt vor allem durch die Schäden des Jahrtausendhochwassers im August 2002, tief einschneidende Pflegemaßnahmen im Gehölzbestand erforderlich. Dieser umfasst allein 1.200 bis 1.300 Bäume (ohne Tierpark).

Was es sonst noch zu berichten gibt

Pflegemaßnahmen

Pflegemaßnahmen 2004

Für etwa drei Wochen verwandelte sich der Stadtpark im August 2002 in eine Seenlandschaft. Bei dem Jahrtausendhochwasser stand mit der Eilenburger Innenstadt auch der Stadtpark komplett unter Wasser. Erst nach etwa drei Wochen hatte sich der Mühlgraben von hier wieder in sein Flussbett zurückgezogen. Das hatte vor allem Langzeitfolgen. Insbesondere die 20 Hybridpapppeln, die im Eilenburger Stadtpark den stolzen Durchmesser von bis zu 90 Zentimeter erreichen, zeigten an den Wurzeln starke Fäulniserscheinungen. Sie mussten 2004 komplett gefällt werden, da sie sonst durch das Herunterbrechen zu einem nicht mehr kalkulierbaren Sicherheitsrisiko würden. Doch neben den Pappeln waren auch andere Bäume nicht mehr zu retten. Auf Empfehlung des Landschaftspflegeverbandes Nordwestsachsen, der den Baumbestand begutachtet hatte und in Abstimmung mit dem Baumschutzgremium der Stadt, fielen auch andere schon abgestorbene oder bereits stark geschädigte Bäume der Säge zum Opfer. Dabei handelte es sich unter anderem um reichlich 20 geschädigte Robinien, vier Ebereschen, zwei Rotbuchen und sechs Schwarzerlen. Damit verlor der Stadtpark (ohne Tierpark, dessen Baumbestand nicht Gegenstand der Untersuchungen war) erst einmal etwa zehn Prozent der Kronenfläche.
Dennoch wurde nur vereinzelt, so zum Beispiel ein Ersatz für die Pappelreihe entlang der Bahnhofstraße, nachgepflanzt. In den meisten Fällen, so die Baumexperten, würde jedoch durch die Fällaktionen bereits nachwachsenden jungen Bäumen mehr Luft und Licht geben. In einigen Jahren dürften so auch die Ulmen, die im nördlichen Eingangsbereich unter den Pappeln ein eher kümmerliches Dasein führten, zu prächtigen Parkbäumen herangewachsen sein.

Schwanenhäuschen

Schwanenhäuschen

1999 hat der Schwanenteich, an dem auch die Geschichte des Tierparkes seinen Anfang nahm, endlich wieder ein Schwanenhäuschen bekommen, das diesen Namen auch verdient. An seinem Vorgänger hatte der Zahn der Zeit schon so mächtig genagt, dass es kaum noch als solches zu erkennen war. Über ein Beschäftigungsprojekt der Caritas wurde 1999 im Rahmen einer Jugend-ABM das übermanngroße Häuschen vormontiert. In Einzelteile zerlegt wurde es im Dezember 1999 per Boot auf die Insel im Schwanenteich gebracht und vor Ort aufgebaut. Im August 2002 wurde leider auch das Schwanenhäuschen von dem verheerenden Hochwasser nicht verschont. Es konnte jedoch geborgen werden und soll nach Abschluss der Umbau- und Teichsanierungsarbeiten im Tierpark in diesem einen neuen Platz finden.

Sanierung des Denkmals

Sanierung des Denkmals von Ferdinand Mitscherlich
Wilhelm Ferdinand Mitscherlich

Wilhelm Ferdinand Mitscherlich gründete den Park um 1870. Die Spuren der Zeit waren am Gedenkstein für Wilhelm Ferdinand Mitscherlich im Eilenburger Stadtpark bis ins Jahr 2004 deutlich zu erkennen.
Karin Fischer von der CDU Fraktion übergab während der Stadtratssitzung am 1. März 2004 250 Euro an den Oberbürgermeister. Zusammengekommen war das Geld bei einer Obolus-Aktion, die während der Holzfällarbeiten im Eilenburger Stadtpark durchgeführt wurde. Viele Eilenburger nutzten die Gelegenheit und holten sich für eine kleinen Obolus das geschlagene Holz.
Die Sanierung des Gedenksteines für den Gründer des Eilenburger Stadtparkes Wilhelm Ferdinand Mitscherlich wurde planmäßig Ende September 2004 abgeschlossen. Mit der Hilfe vieler Spenden konnte das Vorhaben realisiert werden. Der Steinmetzbetrieb Andreas Heinitz aus Eilenburg hat den Gedenkstein gereinigt, ausgebessert und den vorhandenen Schriftzug erneuert. Ein Schutzanstrich schützt vor Witterungseinflüssen. Die Kosten der Sanierung betrugen 1060 Euro. Insgesamt 1112 Euro Spenden sind zusammengekommen. Die noch übrig gebliebenen Spendengelder wurden genutzt, um im Frühjahr 2005 das Umfeld des Gedenksteines mit Pflanzen zu verschönern.