
- Restaurierte Geißler-Orgel in der Marienkirche.
Chronik der Marienkirche
12. bis 16. Jahrhundert
Um 1140 ist auch diese durch eine Kirche aus Stein ersetzt worden. Die Spuren dieser romanischen Kirche sind noch heute zu finden: die Kämpferfriese im Chorraum, die Fensternischen an der Nord-, und Südwand und der Sitz draußen vor der Turmtür, welcher eine umgekehrte romanische Säulenbasis ist.
Im 13. Jahrhundert wurde die Sakristei angebaut. Ein großer Umbau im spätgotischen Stil geschah 1516 - 1522. Aus dieser Zeit stammt auch das Netzgewölbe mit der heute sichtbaren Malerei. In dieser Zeit ist auch die Reformation in Eilenburg eingezogen. Martin Luther war mehrere Male in Eilenburg und predigte während des Umbaues der Kirche in der Petruskapelle im Schloss. Später, 1522, 1536 und 1545 nachweislich in der Marienkirche.
17. und 18. Jahrhundert
1603 erhielt die Kirche eine Orgel und 1625 drei Glocken. Heute ist davon nur eine erhalten geblieben, da die beiden anderen Kriegen zum Opfer fielen. Zeitgleich wurde der Taufstein vom Grafen zu Mansfeld und Heldrungen gestiftet, dem damaligen kurfürstlichen Hauptmann der Ämter Leipzig und Eilenburg. Daher stehen auf dem Taufstein die Buchstaben: P.E.G.U.H.Z.M.E.H.Z.H.für Phillip Ernst, Graf und Herr zu Mannsfeld, Edler Herr zu Heldrungen. Auf dem Wappen am Taufstein stehen die Buchstaben: E.G.Z.M.G.R.V.P. für Elisabeth, Gräfin zu Mannsfeld, geborene Reußin von Plauen. Aus dieser Zeit stammt auch der Altaraufbau mit den Szenen aus der Bibel. Im Chorraum sind zwei Sakramentnischen zu sehen. Die kleinere ist noch aus der romanischen Kirche und die zweite ist bei dem Umbau 1522 dazugekommen. Sie dienten zur Aufbewahrung der Abendmahlgeräte. Mehrere Grabmähler sind erhalten, wobei die Chronik von 1696 noch viel mehr Grabsteine beschreibt, die inzwischen abhanden gekommen sind. Die Bilder aus der Orgelempore zeigen von links nach rechts Szenen aus der christlichen Geschichte.
19. und 20. Jahrhundert
| 1851 | wurde das Innere der Kirche wieder umgestaltet. Die Kanzel und Seitenemporen wurden erneuert. |
| 1863 | baute Conrad Geißler die Orgel um und erweiterte sie |
| 1945 | ist die Kirche durch Artilleriebeschuss beschädigt worden. Ein Pfeiler wurde zerstört und damit auch ein Stück vom Gewölbe, sowie alle Fenster |
| 1946 - 1948 | wurden die Schäden ausgebessert |
| 1962 | wurde die Südseite und 1980 die Nordseite des Schieferdaches erneuert |
| 1981/1982 | wurde das Kirchenschiff verputzt und 1983 sechs neue Fenster eingesetzt sowie die Sakristei renoviert |
| 1984 | erfolgte die Renovierung des Altarraumes |
| 1985 | ist der Turm abgeputzt und die Innenrenovierung fortgesetzt worden (sechs neue Fenster) |
| 1986 | wurden die Seitenschiffe und der Fußboden erneuert |
| 1987 | am 4. Oktober konnte die "neue" Kirche feierlich eingeweiht werden. |
| 1989/1990 | Die Kanzel, der Taufstein und der Altar sind restauriert worden. |
| 1999/2000 | Die 1863 von Conrad Geißler gebaute Orgel wird durch die Kirchengemeinde für insgesamt 300 000 Mark restauriert. Am 29. Oktober 2000 weiht sie der frühere Gewandhaus-Organist Matthias Eisenberg nach 25 Jahren des Schweigens mit einem Benefizkonzert ein. |
| 2007 | Abriss des Pfarrhauses |




