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1050 Gesichter
Plakat 1050 Gesichter
Fotoaktion 1050 Gesichter Eilenburgs anlässlich der 1050 Jahrfeier, Juni 2011
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang hinter dem Bergfried

Neun Bilder der Übergabe von Burgberg und Hundertstüfchen am 8. Juni 2007 finden Sie unter www.eilenburger-bilder.de

Burgberg = Schlossberg

Der Eilenburger Burgberg (Schlossberg) darf sich auch als Wiege Sachsens bezeichnen. Denn im Jahre 1089 schlug hier mit der Belehnung des Grafen Heinrich I. zu Eilenburg mit der Mark Meißen die Geburtsstunde des wettinischen Territorialstaates. Die sagenumwobenen Eilenburger Grafen (Heinzelmännchensage) stehen somit am Anfang der 829 Jahre währenden Herrschaft der Wettiner über ein Gebiet, aus dem der heutige Freistaat Sachsen hervorging.

Im 10. Jahrhundert wurde hier die Ilburg mit dem noch heute erhaltenen Sorbenturm erbaut. Der Eilenburger Burgverein rückte dieses etwa fünf Hektar große Gelände wieder mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Nach dem Sorbenturm (1997/98) und dem Burgtor (2001) wurden inzwischen auch der kleine Bergfried (2003) und die Burgbergmauern (2007) saniert. Gleichzeitig mit der Wiedereröffnung der sechs Jahre lang gesperrten Hundertstüfchen sowie des Rundweges feierten die Eilenburger am 8. Juni 2007 auch das Ende der insgesamt achtjährigen Hangsicherungsarbeiten. Der von unseren Vorfahren aufgeschüttete Burgberg wurde mit Hilfe von sechs Millionen Euro stabilisiert.

Was bisher am Burgberg realisiert wurde

1993/94 Sicherung des Amtshauses nach dem Brand im Sommer 1993 (Kosten rund 430.000 Mark)
1996 Hangsicherung in der Mühlstraße (320.000 Mark)
1997/98 Sanierung des Sorbenturms (600.000 Mark)
1998 über ABM wird ein Rundweg angelegt
Mai 2001 mit Unterstützung der ABM-Gruppe "Fürstenstraße der Wettiner" kann ein historischer Lehrpfad eingeweiht werden
2000/01 Sanierung eines einsturzgefährdeten Bergkellereingangs in der Mühlstraße (30.000 Mark)
Dezember 2000 bis Februar 2001 Notsicherung der oberen Stützmauer (400.000 Mark)
Frühjahr 2001 Aufstellen von Bänken und Papierkörben (15.000 Mark)
Juni bis Oktober 2001 Sanierung von Burgtor und eines Teilstückes der Burgmauer (670.000 Mark)
August 2001 bis März 2002 Fortsetzung der Arbeiten an der oberen Stützmauer (insgesamt weitere 1,6 Millionen Mark) bis März 2002, die damit statisch gesichert ist
2001 Planung für den Bergfried und die Straßenbeleuchtung (23.000 Mark)
2001 Konzept für die Freiflächengestaltung (20.000 Mark)
2002 Im Dezember beginnt die Sanierung des Bergfriedes für rund 650.000 Euro.
18. Juni 2003 Der Bergfried erhält eine insgesamt knapp drei Meter hohe Turmbekrönung. Etwa drei Viertel der Arbeiten sind damit geschafft.
Dezember 2003 Die Sanierung des kleinen Bergfriedes wird abgeschlossen.
2004 Als nächstes Vorhaben rückt neben der weiteren Hangsicherung die Sanierung des ehemaligen Gefängnisses auf dem Burgberg in den Blickpunkt. Der Eilenburger Burgverein möchte dieses Gebäude zu einem Vereinshaus umbauen. Außerdem soll 2004 ein Kräutergarten angelegt werden.
2006 Stabilisierung der Burgberges u.a. mit 27 Bohrpfählen in der Nähe des einstigen Gefängnisses, Bodennägel werden im Bereich Mühlstraße und Bergstraße in den Berg getrieben, die Mauern im Bereich der Bergstraße werden stabilisiert und das Klinkermauerwerk erneuert.
2007 Am 8. Juni erfolgte die Übergabe des sanierten Burgberges und die Freigabe der neu errichteten Hundertstüfchen. Für die Stabilisierung des Burgberges flossen in den zurückliegenden acht Jahren sechs Millionen Euro.
November 2008 Die Sanierungsarbeiten für das ehemalige Gefängnis beginnnen. Bis Februar 2008 soll das Gebäude für 280 000 Euro eine neue äußere Hülle bekommen. Das Projekt wird zu zwei Dritteln von Bund und Land gefördert.