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Zielmodell 2015
Die beiden beteiligten Planungsbüros sind:

Raum- und Umweltplanung
Gerald Haack - Stadtplaner
Eilenburg

Dr. Brenner + Münnich
Ingenieurgesellschaft mbH
Leipzig/Dresden

Innerstädtisches Verkehrs- und Entwicklungskonzept (IVEK) im Zuge der Umverlegung der B 87

Vorgehensweise

Verkehrsplanung

Aufbauend auf die bereits im Jahre 1996 durch das Büro Dr. Brenner + Münnich erstellte Verkehrsplanerische Untersuchung B 87-neu Eilenburg wurde durch neue Verkehrszählungen an ausgewählten Knoten und Querschnitten die Zählung 1996 auf den Stand 2001 aktualisiert (Erhebung 23.10.2001). Schwerpunkt bildete der Kfz-Verkehr, ergänzend wurde der Radverkehr an den zählenden Knoten und Querschnitten erfasst.

Aus einer im März 2002 durchgeführten Haushaltsbefragung (Stichtag 19. März 2002) konnten detaillierte Ergebnisse zu den Wegebeziehungen, den Wegeketten, den genutzten Verkehrsmitteln und zur Wegehäufigkeit der Eilenburger Bevölkerung gewonnen werden. Damit wurden grundlegende Mobilitätsdaten erfaßt, die nicht nur für verkehrliche sondern auch für städtebauliche Fragestellungen bedeutsam sind.

Mit den Analysedaten aus den o.g. Verkehrszählungen und der Haushaltsbefragung wurde dann das städtische Hauptverkehrsnetz in einem Verkehrsmodell (Programmsystem VISUM) nachgebildet.

In Abstimmung mit der Stadt Eilenburg sind mehrere Planfälle im Verkehrsmodell untersucht worden, es handelt sich um folgende Planfälle:

Ist-Zustand (2001)
Prognose-Nullfall (2015)
Prognose-Planfälle (n = 3) (2015)

Gesondert vom Verkehrsmodell waren nachgeordnet Aspekte des Fußgänger- und Radverkehrs zu behandeln, die in engem Zusammenhang mit den Hauptwegebeziehungen stehen.

Stadtplanung

Die städtebauliche Analyse erfolgte anhand einer Querschnittserfassung der allgemeinen Rahmenbedingungen, Potenziale und Ziele für die Gesamtstadt sowie in Form einer vertiefenden Untersuchung für die Innenstadt. Dabei bilden 3 Themenbereiche die Untersuchungsschwerpunkte:

  • Verkehr (aus stadtplanerischer Sicht)
  • Bau- und Nutzungsstrukturen
  • Stadtgestalt und Grünstrukturen

Die innerstädtische Verkehrsanalyse erfasst die wesentlichsten Konflikte, die der derzeitige Verkehr innerhalb des Stadtzentrum hervorruft. Neben den Auswirkungen des fließenden Kfz-Verkehrs wurden Aspekte des Radverkehrs, des Fußgängerverkehrs und des ÖPNV behandelt. Die Belegung der innerstädtischen Parkplätze wurde anhand einer gesonderten Untersuchung am 19.03.02 sowie am 21.03.02 ermittelt.

Die Erhebung der innerstädtischen Bau- und Nutzungsstrukturen erfolgte auf der Grundlage des Flächennutzungsplanes sowie anhand mehrerer Ortsbegehungen, die im Frühjahr 2002 durchgeführt wurden. Damit war es möglich, bau- und nutzungsbedingte Defizite und Potenziale räumlich konkret zu erfassen und zu bewerten. Auch wurde in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeiten einer touristischen Entwicklung in der Innenstadt näher eingegangen.

Im Untersuchungsschwerpunkt Stadtgestalt und Grünstrukturen wurden die innerstädtischen Straßenräume, Freiflächen und Randnutzungen der 4 Stadteingangsbereiche, der Hauptverkehrsachsen, des Marktplatzes sowie der "Grüne Ring" bewertet.

Die städtebauliche Analyse enthält zu allen untersuchten Teilthemen erste Entwicklungsziele und Planungsansätze, die der Konfliktminimierung und weiteren Attraktivierung der Innenstadt dienen. Sie bilden eine wesentliche Grundlage für die städtebauliche Bewertung der einzelnen Planfälle zur Verkehrsnetzumlegung (Variantenvergleich) sowie für die Erarbeitung des Zielmodells 2015.

20.01.2003