Sie sind hier: Leben & Arbeiten / Stadtentwicklung / EFRE
Deutsch
English

Innenstadtkoordinatorin, Innenstadtmarketing und –management

Innenstadtkoordinatorin
Die Eilenburger Innenstadtkoordinatorin bei der Moderation des Frühlingsfestes.

Handlungsfeld

Stärkung von Wirtschaft und Beschäftigung

Projektträger

Stadt

Projektdauer

September 2004 bis Dezember 2006

Projektkosten

126.810,00 Euro

Gebundene EFRE-Mittel

97.860,00 Euro

Projektstand

abgeschlossen

Projektziel

Innenstadtkoordinator

Durch die Bedeutung der Innenstadtentwicklung als Grundlage für die Stadtentwicklung insgesamt ergab sich das Ziel, durch einen einzusetzenden Innenstadtkoordinator eine aktive Begleitung dieses Prozesses zu ermöglichen.
Im Rahmen eines Prioritätenplanes wurden auf Basis einer Situations-, Nachfrage- und Potentialanalyse erforderliche Maßnahmen definiert, um die wirtschaftliche Attraktivität der Geschäftslage Leipziger und Torgauer Straße zu erhöhen.
Ziel war es, die in der Leipziger und Torgauer Straße und im unmittelbaren Umfeld ansässigen Händler und Gewerbetreibenden zu begleiten. Des weiteren wurden Ansätze für eine nachhaltige Stabilisierung bzw. Weiterentwicklung der Geschäfts- und Wohnlage aufgezeigt.

Innenstadtmarketing und -management

Die im Leitbild „Eilenburg – Muldestadt mit grünem Herzen“ vorgenommenen Weichenstellungen sollten mit qualitativen Entwicklungszielen, neuen Instrumenten des Stadtentwicklungsmanagements und Stadtmarketings sowie innovativen und dauerhaften Beteiligungsformen der Akteure im Stadtentwicklungsprozess fortgeschrieben und umgesetzt werden.
Für Eilenburg war es eine besondere Herausforderung, eine ganzheitliche Strategie zur Stärkung und Revitalisierung der Innenstadt zu entwickeln und dabei alle Akteure – Einzelhändler, Gastronomen, private Hauseigentümer, Kulturschaffende, Verwaltung, Politik etc. – in einem umsetzungsorientierten Verfahren einzubeziehen.
Ziel des Projektes ist ein Innenstadtmarketing und –managementprozess, der

  • ein dialogorientiertes strategisches Handlungskonzept für den Wirtschafts- und Erlebnisraum Innenstadt entwickelt,
  • neue Formen des Stadt- und Standortentwicklungsmanagements etabliert,
  • die wesentlichsten Akteure in einen dauerhaften Prozess einbindet,
  • Stadtumbau, Stadtbelebung und Wirtschaftsentwicklung in Beziehung setzt,
  • zukunftsfähige und nachfrageorientierte Angebotsstrukturen für die Innenstadt entwickelt,
  • nachhaltig effektive Organisations- und Managementstrukturen schafft,
  • die Innenstadtkoordinatorin in einem Coaching-Prozess „fit macht“,
  • Umsatz- und Wachstumsimpulse für die Unternehmen im „Wirtschafts- und Erlebnisraum Innenstadt“ liefert,
  • in wesentlichen Handlungsfeldern Projekte entwickelt und auf den Weg bringt.

In das Projekt, welches von der komet-empirica GmbH Leipzig – Berlin betreut wurde, flossen umfassendes Know-how mit dialogorientierter Stadt- und Standortentwicklung für die Profilierung der Eilenburger Innenstadt und die Stadtentwicklung ein.

Projektinhalt und Ergebnisse

Innenstadtkoordinator

Es wurde nach gemeinsamer Entscheidung mit dem Gewerbeverein und der AG Stadtmarketing aus allen Bewerbern Andrea Schneider für diese Aufgabe gewonnen. Einsatzort war die Innenstadt und ergänzende Einzugsbereiche der Stadtteile Berg und Ost. Die Bezahlung erfolgte auf Honorarbasis.
Das Projektteam bestand aus:

  • Aktionsteam Stadtmarketing mit allen Interessengruppen und Vereinen
  • Fachbereich Wirtschaft – direkte Rückkopplung der laufenden Aktivitäten des einzusetzenden Innenstadtkoordinators zur Herstellung größtmöglicher Synergien mit dem wirtschaftspolitischen Ansatz der Stadt Eilenburg
  • Bereich für Stadtentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit – Koordinierung der Maßnahme
  • fachliche Begleitung durch Büro mittels Beratung und Betreuung, siehe Projektteil „Innenstadtmarketing und –management“

Andrea Schneider war seit September 2004 in Sachen Innenstadtbelebung in Eilenburg unterwegs. Die Leipzigerin brachte in dieser Zeit viele Ideen mit und verstand es, die Vereine und Gewerbetreibenden zu ermuntern, für ihre Stadt neue gemeinsame Aktivitäten zu starten. Mit großem Erfolg! Das Frühlings- und Herbstfest oder der Eilenburger Advent kamen gut an und sorgten dafür, dass die Eilenburger gemeinsam und mit Unterstützung durch Vereine oder Händler aus der Region, etwas auf die Beine stellten. Die Möglichkeit, mit Hilfe der finanziellen Unterstützung der EU, eine solche Dienstleistung für die Vereine und Händler zu schaffen wurde erfolgreich genutzt.
Andrea Schneider war aber auch Interessenmanager, „Kümmerer“ und „Kummerkaste“. Durch ihre Präsenz vor Ort nahm sie Stimmungen, Tendenzen und Probleme wahr. Als Werber für kooperatives Handeln motivierte sie die Akteure immer wieder.
Die Hoffnung bleibt, über eine Stelle im 2. Arbeitsmarkt Einiges weiterzuführen, was so erfolgreich begonnen hat. Bis 31.12.06 wird Andrea Schneider neben ihrer neuen Aufgabe als Managerin im Eilenburger Bürgerhaus noch die Einarbeitung begleiten können.

Innenstadtmarketing und -management

Der Teil „Innenstadtmarketing und –management“ war modular (Bausteincharakter) aufgebaut. Die Vorgehensweise war konsequent prozess-, praxis- und umsetzungsorientiert. Zum Projektstart hat das Aktionsteam an Hand der Leitfragen „Zukunftsfähige Standort- und Stadtentwicklung im Dialog“ die spezielle Vorgehensweise und Kernprojekte festgelegt. Das Aktionsteam begleitete zusammen mit der Projektleitung den gesamten Prozess. In den thematischen Umsetzungswerkstätten wurden in einem Initiativkreis bzw. in Projektgruppen Strategien festgelegt, Umsetzungsimpulse gesetzt und Projekte auf den Weg gebracht. Die Ergebnisse wurden in einem Handbuch „Innenstadtmarketing Eilenburg“ dargestellt und kommuniziert.